Gartenordnung - Kleingartenbauverein-Butzbach e.V.

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Gartenordnung





Gartenordnung des Kleingartenbauverein-Butzbach e.V.

Vorstehende Gartenordnung wurde in der Vorstandssitzung vom 10.04.2019 beschlossen.





Die Gartenordnung muss von allen Mitgliedern beachtet werden !

Kleingärten sind ein Bestandteil des öffentlichen Grüns.
Sie dienen zugleich der Eigenversorgung der Kleingärtner, ihrer Gesunderhaltung und Erholung sowie sinnvoller Freizeitgestaltung.
Sie zu schaffen und dauernd zu pflegen ist Ziel der kleingärtnerischen Arbeit.
Dieses Ziel erfordert Rücksichtnahme aller Kleingärtner einer Anlage.

Zu diesem Zweck hat der Kleingartenbauverein Butzbach e.V. nachstehende Gartenordnung erlassen.



§ 1   Allgemeines

1.  Eine kleingärtnerische Nutzung ist nur dann gegeben, wenn der Garten durch gemischten Anbau von Gemüse, Obst und Zierrasen genutzt wird.
Die vom Landesverband vorgegebenen Drittel-Paritäten müssen eingehalten werden.

2.  Bei seiner Bewirtschaftung hat der Kleingärtner auf die Kulturen in benachbarten Gärten Rücksicht zu nehmen.
Überhängende Äste und Zweige dürfen nicht störend oder schädigend in benachbarte Gärten hineinreichen oder die Begehbarkeit der Gartenwege beeinträchtigen.
Bei Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern sind die Richtlinien des Hessischen Nachbarschaftsrecht zu beachten.

Gehölze:

a)  Bei der Neupflanzung von Gehölzen sind Obstbäume zu bevorzugen.

b)  Bei der Neupflanzung von Waldgehölzen sind ausschließlich Ziergehölze bis zu einer maximalen Endhöhe von 2,0 m zulässig. Vorhandene Waldgehölze dürfen eine maximale Höhe von 3,0 m nicht überschreiten.

3.  Die zur Kompostbildung dienende Einrichtung sowie auf oder im Erdreich befindliche Wasserspeicher sind so anzulegen, dass keine Personen gefährdet und der Anblick des Einzelgartens ebenso wenig beeinträchtigt werden kann, wie der Gesamteindruck der Kleingartenanlage.
Kompostierungen dürfen nicht an Hauptwegen erfolgen.

4.  Naturgemäße biologische Gartenbewirtschaftung:

(a)  Eine Gestaltung mit natürlichen Materialien und die biologische Bewirtschaftung des Kleingartens sind vorrangig anzustreben.

Die Erhaltung und Verbesserung der Bodengesundheit durch organisches Material aus der Kompostierung und Stärkung der Pflanzen durch richtige Sorten- und Standortwahl ist zu fördern.
Chemisch-synthetische Düngemittel sollen vermieden werden.

Pflanzliche Abfälle sind zu kompostieren und als organische Substanz dem Boden wieder zuzuführen. Auf den Einsatz von Torf sollte verzichtet werden.

(b)  Die Verwendung von Herbiziden (Chemische Unkrautbekämpfungsmittel), Totalherbiziden (insbesondere mit dem Wirkstoff Glyphosat), Fungiziden, Pestiziden und Insektiziden ist nicht gestattet. Es können Pflanzenschutzmittel, die auf ihre Eignung für den ökologischen Landbau geprüft sind, verwendet werden.

Meldepflichtige Pflanzenkrankheiten sind durch die Pächter dem Vorstand bzw. den zuständigen Behörden zu melden.

(c)  Das Anpflanzen von heimischen Stauden, widerstandsfähigen und standortgerechten Pflanzen, Vogelschutz- und Bienennährgehölzen ist zu fördern.

(d)  Die heimische Flora und Fauna sowie Nützlinge sind zu fördern und zu schützen. Durch geeignete Maßnahmen sollen die Lebensbedingungen und Biotope für Nützlinge geschaffen, erhalten und verbessert werden.

5.  Die lnanspruchnahme des Kleingartens zu Wohnzwecken und die Überlassung des Kleingartens oder eines Teiles an Dritte ist nicht gestattet.


§ 2   Baulichkeiten

Die bestehenden Gartenhütten und alle anderen Anbauten sind in gutem Pflegezustand zu halten. Baufällige Gartenhütten sind auf Verlangen des Vorstandes innerhalb einer festzusetzenden Frist zu beseitigen, oder wenn möglich zu renovieren.
Die Entschädigungsansprüche von Baulichkeiten in den einzelnen Kleingärten werden nach den Wertermittlungsrichtlinien des Landesverbandes festgesetzt.

Garteneingangstüren müssen stets so angebracht werden, dass sie im geöffnetem Zustand nach innen weisen.
Je Kleingarten kann ein Kleingewächshaus (Kalthaus) oder Folienzelt mit maximaler Grundfläche von 12 qm und einer Höhe bis zu 2,50 m errichtet werden. Darüber hinaus können Folientunnel und Frühbeetkästen aufgestellt werden.
Der Grenzabstand für Gewächshäuser, Folientunnel und -zelte muss mindestens 1 m betragen; die Nachbarparzelle darf nicht beeinträchtigt werden.
Bei zweckfremder Nutzung ist das Gewächshaus zu entfernen.

Die Errichtung von sichtbehindernden Einfriedungen an der Kleingartengrenze oder im Kleingarten ist von der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand abhängig.


§ 3   Gemeinschaftsanlagen

Alle der gemeinschaftlichen Nutzung dienenden Anlagen und Einrichtungen, insbesondere die Umfriedung der Kleingartenanlage, Tore, Wege, Lager- und Sammelplätze sind schonend zu behandeln.
Jeder Pächter ist verpflichtet, durch ihn, seine Angehörigen oder Gäste an solchen Gemeinschaftsanlagen verursachte Schäden dem Vorstand unverzüglich zu melden und zu ersetzen.


§ 4   Ordnung

Jeder Pächter hat die seinen Garten begrenzenden Wege in Ordnung und frei von Unkraut zu halten. Liegen zu beiden Seiten des Weges Gärten, gilt diese Pflicht für die Anlieger bis zur Wegmitte.
Überhängende Äste und auf den Weg wuchernde Pflanzen sind zu entfernen.

Lagerung von Schutt und Müll oder heimliches Ablegen von Gartenabfällen auf den Wegen und Plätzen innerhalb, sowie auf dem Gelände um die Anlage herum, ist gesetzlich verboten und strafbar.

Beim Abladen von Baumaterialien, Erde, Dünger oder dergleichen auf dem Wege oder dafür vorgesehenen Plätzen ist für eine baldige Räumung und Säuberung, spätestens binnen 24 Stunden Sorge zu tragen.

Das Befahren der Wege und Plätze mit Motorfahrzeugen sowie Fahrrädern ist nicht gestattet.

Die Eltern denen diese Pflicht obliegt, ihre Kinder zur Befolgung dieser Gartenordnung anzuhalten, sollten Verständnis dafür aufbringen, dass in einer Kleingärtnergemeinschaft beide Pächtergruppen, nämlich Familien mit Kindern und älteren Menschen, Anspruch auf ein gewisses Maß an Rücksichtnahme anmelden können.

Für Lastkraftwagen gilt innerhalb der Anlage, ausgenommen Lieferanten, strengstes Fahr- und Parkverbot.

Die Mittagsruhe von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr ist unbedingt einzuhalten.


§ 5   Kinderspielplatz / Planschbecken / Trampoline

1.  Die Benutzung der Geräte auf dem Kinderspielplatz ist nur für Kinder bis zu 14 Jahren gestattet.
Jede mutwillige Beschädigung der Geräte oder Verunreinigung des Platzes ist untersagt.

2.  Das Benutzen der Geräte und des Spielplatzes geschieht auf eigene Gefahr.
Eltern haften auch für den Schaden, den ihre Kinder Dritten oder anderen Kindern zufügen.
Eltern sollten deshalb ihre Kinder nicht ohne entsprechende Aufsicht dem Spielplatz überlassen.

3.  Die Errichtung nichtstationärer Badebecken mit einem Fassungsvermögen bis zu 7 Kubikmeter ist nicht gestattet.
Ein handelsübliches Planschbecken bis max. 2,5 m Durchmesser und einer Höhe von max. 80 cm (ca. 2,5 qm) kann ohne Antrag und Erlaubnis aufgestellt werden.
Gefüllt werden dürfen die Planschbecken ausschließlich mit Wasser ohne chemische Zusätze.
Das Aufstellen ist nur im Zeitraum vom 01.05. bis 30.09. eines jeden Jahres gestattet.
Der Vereinsvorstand sollte in jedem Fall mündlich informiert werden.

4.  Ein Trampolin ist nur statthaft, wenn durch die Nutzung keine Beeinträchtigung für angrenzende Kleingärtner ausgeht. Trampoline werden als bauliche Anlagen betrachtet. Sie sind nur zulässig, wenn sie eine kleingärtnerische Nutzung dienende Hilfsfunktion haben.
Für die Aufstellung ist eine schriftliche Zustimmung des Vereinsvorstandes erforderlich.


§ 6   Allgemeine Ordnung

1.  Der Kleingärtner, seine Angehörigen und Gäste sind verpflichtet alles zu vermeiden, was die Ruhe, Ordnung und Sicherheit sowie das Gemeinschaftsleben in der Kleingartenanlage stören oder beeinträchtigen könnte.

lnsbesondere sind zu unterlassen:

a)  Lautes Musizieren, Schießen, Lärmen sowie den Frieden in der Kleingartenanlage abträgliche Handlungen.

b)  Rundfunkgeräte dürfen nur mit Zimmerlautstärke betrieben werden.

2.  Fremde Gärten dürfen, ohne Zustimmung des betreffenden Pächters nicht betreten werden. Ausgenommen hiervon sind Notfälle, die ein unmittelbares Eingreifen erforderlich machen, und Maßnahmen die die Funktion der Anlage sicherstellen.

3.  Motorgetriebene Gartengeräte dürfen nur zu folgenden Zeiten benutzt werden:

Montag bis Freitag    von   08.00 Uhr - 13.00 Uhr & 15.00 Uhr - 19.00 Uhr
Samstag                    von   08.00 Uhr - 13.00 Uhr & 15.00 Uhr - 18.00 Uhr


An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen ist das Betreiben von motorbetriebenen Gartengeräten untersagt.


4.  Im Bereich der Gemeinschaftseinrichtungen und den öffentlichen Wegen sind Hunde an der Leine zu führen.

5.  Die Tore der Anlage sind ständig zu schließen.
Beim verlassen der Anlagen sind die Tore zu verschließen, wenn sich kein weiteres Mitglied mehr in der Anlage befindet.


§ 7   Tierhaltung

Das Halten von Tieren ist nur dann gestattet, wenn vom Vorstand Genehmigung eingeholt wird.


§ 8   Wasserleitung

Das Öffnen und Schließen der Hauptwasserleitung wird zu Beginn und am Ende eines Gartenjahres vom Vorstand festgelegt.
Mängel an der Leitung sind dem Rohrmeister oder dem Vorstand sofort zu melden.

Sind Wasserzähler montiert, so hat jedes Mitglied für seinen Wasserzähler die Verantwortung zu tragen. Defekte Wasseruhren sind beim Rohrmeister abzugeben.

Dieser veranlasst die Reparatur durch Fachfirmen. Die anfallenden Kosten sind vom Pächter zu tragen.


§ 9   Gemeinschaftsarbeit

Wird in der Anlage Gemeinschaftsarbeit angesetzt, die eine Erneuerung oder Verbesserung der Anlage zum Ziele hat, ist jeder verpflichtet laut Satzung daran teilzunehmen. Die Satzung hat hierfür (§ 4 Abs. 2e) vorgesehen.
Pflichtstunden sind von jedem Parzellennutzer zu leisten. Ist er längere Zeit krank oder kann in sonstiger Weise (Gesundheits- und Altersgründe, berufs- bedingte Verhinderung u. a.) seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, muss er wie im Mietrecht, eine Ersatzperson stellen (LG Kassel, 1990; LG Düsseldorf, 1988).
Nachbarschaftliche Hilfe ist auch hier am Platze. Es liegt jedoch im Ermessen des Vereins, auf Beschluss der Mitgliederversammlung bestimmte Gartenfreunde von der Leistungspflicht zu befreien, wie betagte Mitglieder, Ehrenmitglieder, Vorstandsmitglieder usw.!

Zu Beginn der Gemeinschaftsarbeit tragen sich die Mitglieder in die Anwesenheitslisten ein.
Die Bringschuld liegt hier beim Mitglied, dies ist keine Holschuld des Obmannes. Nach der Gemeinschaftsarbeit werden die erbrachten Stunden vermerkt. Für den Vermerk besteht von jedem eine Unterschriftspflicht.
Stunden für die nicht unterschrieben wurde, werden nicht gezählt. Die Unterschrift ist Pflicht des Mitglieds.
Vereinseigene Geräte sind schonend zu behandeln und nach Gebrauch dem Gerätewart in sauberem und einwandfreiem Zustand abzuliefern.


§ 10   Abfallbeseitigung


Das Verbrennen von Gartenabfällen u. a. Materialen ist unzulässig. Diese Abfälle müssen fachgerecht am Bauhof entsorgt werden.
Erlaubt sind offene Grillstellen. Dabei darf jedoch nur trockenes und unbehandeltes Holz verwendet werden.

Abfälle (z.B. Bauschutt, behandeltes Holz, Hausmüll, Unrat) die nicht kompostierbar sind, müssen nach den behördlichen Bestimmungen beseitigt werden.
Für die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen ist jeder Kleingärtner selbst verantwortlich.

Eine Ablagerung von Abfällen (z.B. Grünabfälle, Fallobst, Rasenschnitt) im angrenzenden Grünbereich ist verboten.

(Kreislaufwirtschaftsgesetz: § 15 Abs. 2 KrWG - Grundpflichten der Abfallbeseitigung, § 69 KrWG - Bußgeldvorschriften; Bußgeldkatalog Hessen)
http://www.gesetze-im-internet.de/krwg
https://www.bussgeldkatalog.org/umwelt-muell/#hes


§ 11   Gemeinschaftseinrichtungen

Alle vom Verein zur allgemeinen Benutzung geschaffenen Einrichtungen, wie Wasser- und Stromleitungen oder dergleichen sind mit Sorgfalt und Schonung zu behandeln. Unbefugte Eingriffe und Veränderungen an diesen Einrichtungen sind verboten. Schäden durch Nichtbeachtung dieser Anordnung, auch wenn sie durch Angehörige oder Gäste verursacht werden gehen zu Lasten des Pächters.

Jeder Gartenpächter hat das Recht und sogar die Pflicht, den Verursacher eines Schadens dem Vorstand namhaft zu machen.


§ 12   Schlussbestimmungen

Besondere Anordnungen und Zusätze zur Gartenordnung, die aus gegebener Veranlassung oder auch bedingt noch notwendig werden, können vom Vorstand beschlossen werden.
Alle Verstöße gegen die Gartenordnung trotz schriftlicher Mahnung können seitens des Vorstandes zur fristlosen Kündigung des Gartens führen.



Vorstehende Gartenordnung wurde in der Vorstandssitzung vom 10.04.2019 beschlossen.

 
 

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